Diese Seite ist im Moment überhaupt nicht am aktuellen Stand – ich bin nämlich gar nicht mehr unterwegs, sondern nach 189 Tagen und ziemlich genau 8.000 Kilometern wieder gesund und munter zurück zu Hause. Über meine Reiseerlebnisse möchte ich hier trotzdem noch berichten – nur wann, das weiß ich noch nicht genau.
Darum ein kurzer Überblick, was seit den letzten Einträgen passiert ist: Ich habe ich Sizilien erkundet, bin anschließend durch Süditalien geradelt und in einem kleinen Wettlauf gegen die Zeit an der italienischen Ostküste weiter nach Ancona. Von dort bin ich mit der Fähre nach Split übergesetzt, war eine Woche bei Paklenica klettern und habe meine Reise dann gen Süden fortgesetzt. Meistens entlang der malerischen kroatischen Küste ging es bis nach Montenegro, wo einige Höhenmeter, dafür aber auch traumhafte Aussichten über die namensgebenden Berge warteten. In Albanien entschied ich mich nach entspannten Tagen in Shkodra und Tirana für ein kleines Abenteuer ins bergige Hinterland samt Abstecher nach Nordmazedonien. Weiter ging es nach Griechenland, wo die Temperaturen zum Radeln bald unerträglich wurden, dafür bestens geeignet für viele Strandpausen und eine Erholungswoche auf Lefkas. Den Plan, zumindest rund um den Golf von Korinth noch ein bisschen griechische Kultur zu entdecken, habe ich auf Grund der Hitze wieder verworfen. Stattdessen ging es mit der Fähre von Patras nach Venedig. Italien fühlte sich schon fast heimelig an, unerwartet überrollt haben mich dann aber die Gefühle, als die Landschaft in Norditalien, Slowenien und schließlich Österreich wieder grün, bergig und eben vertraut aussah. So ging es durchs Kanaltal nach Tarvis, mit einem Abstecher über Kranjska Gora über den Wurzenpass nach Villach, von dort der Drau entlang flussabwärts nach Slowenien und durch die steirischen Weinberge nach Graz. Spätestens dort ist aus meinem Solo-Abenteuer eine kleine Besuchstour geworden: Die Wiedersehen mit Freunden waren jedoch ebenso schön wie das vorherig monatelange Entdecken und Treiben lassen. Das Ende meiner Reise war trotzdem bei Weitem noch nicht erreicht: Von Graz ging es über den Semmering nach Wien, weiter entlang der Donau nach Linz, von dort im Zickzack durch Täler und über Pässe zurück in die Steiermark und nach Kärnten, um dann entlang der Drau nochmal einen Abstecher nach Italien zu machen. Die letzte Etappe führte mich schließlich vom Südtirol über den Brenner nach Innsbruck. Ein letztes Mal kämpfte ich mich mit meinem vollbepackten Rad die Serpentinen hinauf, um am Arlbergpass den höchsten Punkt der gesamten Tour zu erreichen. Die letzten Kilometer heim nach Dornbirn fuhren sich dann wie von selbst.
